
Making of Modelshooting St.Peter Ording: mit MakeUp Artist Monika Gill
Dieses Shooting war eines von denen, bei denen man schon im Vorfeld spürt, dass viel Herzblut drinsteckt. Monika Gill kam mit einer klaren Vision auf mich zu. Ein Shooting am Flugplatz. Oldtimer, Hubschrauber, Flugzeuge, Hangar, Wind, Weite, unterschiedliche Looks, mehrere Models. Kein kleines Projekt, sondern ein echtes Organisationsstück.
Für Monika war es ihr erstes großes, eigenständig geplantes Projekt. Für mich war es sofort spannend, weil man gemerkt hat, wie ernst sie ihre Idee genommen hat. Nicht als lose Inspiration, sondern als durchdachtes Gesamtkonzept.
Die Idee hinter dem Projekt
Der Flugplatz in St. Peter Ording ist keine klassische Shootinglocation. Er lebt von Offenheit, Wind, Bewegung und von einem gewissen Maß an Unvorhersehbarkeit. Genau das passte perfekt zu Monikas Vision.
Sie hatte früh ein detailliertes Moodboard erstellt und klare Vorstellungen von den Looks und der Atmosphäre. Vier Models, mehrere Umstylings, unterschiedliche Epochen und Stimmungen. Von natürlich reduziert bis hin zu dramatisch und elegant. Meine Rolle war es, diesen Rahmen fotografisch zu interpretieren und die Looks in passende Bilder zu übersetzen.
Planung und Vorbereitung
Was man später auf den Bildern nicht sieht, ist der organisatorische Aufwand. Die Abstimmung mit dem Flugplatz, der laufende Flugbetrieb, die Nutzung von Oldtimern und Flugzeugen. All das musste sitzen. Monika hat hier extrem viel Vorarbeit geleistet und das merkte man am Shootingtag.
Da während des Tages normaler Betrieb herrschte, war eine klare Kommunikation mit dem Tower notwendig. Diese Aufgabe hatte ich übernommen, damit Monika sich voll auf ihre Arbeit als Make-up Artist konzentrieren konnte. Das Vertrauen war da und alles lief reibungslos.
Der Shootingtag am Flugplatz
Nordsee, Wind, wechselndes Licht. Genau so, wie man es erwartet. Für die Models bedeutete das volle Konzentration, für uns Fotografen permanentes Reagieren. Monika war den ganzen Tag allein für Make-up und Styling verantwortlich und hatte vier Models mit mehreren Umstylings zu betreuen. Ein echtes Pensum.
Ich habe sie zwischendurch beobachtet und man sah deutlich, wie routiniert sie arbeitet. Ruhig, fokussiert, strukturiert. Viel von der eigentlichen Shootingzeit bekam sie selbst kaum mit, weil sie von Look zu Look sprang. Umso schöner war es, wenn sie sich kurz Zeit nahm, die ersten Ergebnisse zu sehen und man merkte, dass ihre Vision aufging.
Wenn ich die ganze Szenerie jetzt nochmals von Außen betrachte, wäre wohl jeder Aussenstehende mit Kopfschütteln am Flugplatz gestanden und hätte sich gedacht: “Was ist das für ein wilder Haufen, der da ständig über Start- und Landebahn hüpft?” Ja, an diesem Tag waren wir wohl alle sehr aufgeregt, doch genoßen jede einzelne Sekunde am Set.

“Völlig erschöpft, aber überglücklich, ging es am Ende des Tages nach Hause. Dieses wunderschöne Shooting war nur durch die großartige Kooperation möglich. Ein riesiger Dank an alle Beteiligten!
(Monika Gill)
Die Looks und das Storytelling
Die Bildserie lebt vom Wechsel der Looks und Locations am Flugplatz. Ein natürlicher Basic Look vor den Oldtimern. Ein reduzierter Look mit Lederjacke. Ein 50er-Jahre-Pärchen mit Flugzeugen im Hintergrund. Danach der Pilot Look mit Overall und Crop Top. Später ein eleganter Look mit Anzug und Abendkleid. Und zum Abschluss das Designer-Kleid in Pink und Blau, das einen starken Kontrast zur rauen Umgebung des Flugplatzes setzte.
Für mich ging es weniger darum, jeden Look isoliert zu betrachten, sondern eine Geschichte über den Tag zu erzählen. Bewegung, Pausen, Umstylings, kurze Momente zwischen den Aufnahmen. Genau da entsteht Tiefe.
Wie so oft war ich körperlich ständig in Bewegung. Tief in die Knie, seitlich versetzt, nah dran. Der Wind machte es nicht einfacher, aber genau das gab den Bildern ihre Spannung. Nichts war geschniegelt, nichts kontrolliert. Und genau das passte perfekt. Und ich durfte die Oldtimer immer wieder auf und von der Landebahn fahren. Alleine dass war schon ein Erlebnis.



















Zusammenarbeit im Team
Neben mir war auch der Fotograf Uwe Trenkner Teil des Projekts. Zwei unterschiedliche fotografische Handschriften, die sich gut ergänzt haben. Monika hat uns beiden vertraut und uns bewusst Raum gelassen, unsere Sicht auf ihr Konzept zu entwickeln.
Die vier Models Sina, Jona, Anna und Leon waren sehr konzentriert und offen. Unterschiedliche Typen, unterschiedliche Energie, aber alle mit dem gleichen Verständnis für das Projekt. Das machte das Arbeiten leicht, trotz der Länge des Tages.

“Unter all den vielen tollen Bildern die wir an dem Tag gemacht haben, sticht das Bild mit Anna und Leon für mich besonders hervor.
(Thorsten)
Fazit
Dieses Shooting war intensiv, fordernd und am Ende unglaublich erfüllend. Man merkt solchen Projekten an, wenn sie aus einer echten Vision entstehen und nicht aus Zufall. Monika hat hier nicht nur als Make-up Artist gearbeitet, sondern als kreative Leiterin eines großen Ganzen.
Für mich war es ein Shooting, das zeigt, wie stark Fotografie wird, wenn Organisation, Styling, Vertrauen und Kreativität zusammenkommen. Müde sind wir am Ende alle nach Hause gefahren. Aber mit dem Gefühl, etwas Besonderes umgesetzt zu haben.
Einige finale Bilder:













Making of Business-shooting
Markus, Newcomer Model
Dieses Shooting mit Markus zeigt, dass Business- und Sedcardfotografie nichts mit Schauspiel zu tun haben muss. Im Gegenteil.