
Making of Portraitshooting Potsdam: Maya, Stephie und Nadine
Manche Shootings fühlen sich mehr nach gemeinsamem Erkunden an. Dieses Gemeinschaftsshooting in Potsdam gehört genau in diese Kategorie. Zusammen mit meiner Potsdamer Fotografenkollegin Stephie, ihrem Model Nadine und meinem Model Maya aus Magdeburg entstand ein Nachmittag, der von Austausch, Neugier und sehr viel unterhaltsamen Momenten geprägt war.
Kein strikter Plan, kein enges Konzept. Stattdessen eine Idee, die sich vor Ort entwickeln durfte. Portraitfotografie als Dialog, spielen mit Schatten, Licht und Gemäuern aus Jahrhunderten.
Wie kam es zum Shooting?
Mein Gedanke war von Anfang an kollaborativ. Zwei Fotografen, zwei Models, eine Location mit Geschichte. Keine Trennung in Zuständigkeiten, sondern ein gemeinsames Arbeiten auf Augenhöhe. Stephie und ich wollten sehen, wie unterschiedlich Blickwinkel sein können und wie sich Storytelling entwickelt, wenn mehrere Perspektiven zusammenkommen.
Ich mochte Stephie bereits bei unserem ersten Kennenlernen vor ein paar Monaten. Da ich noch kaum Jemanden aus Potsdam kannte dachte ich mir, die Verbindung über die Fotografie wäre doch ein guter Ansatz. Gesagt getan, ein paar Tage später saß ich mit Stephie und ihrer “Muse” Nadine in einem Cafe im Holländischen Viertel in Potsdam.
Ich mochte, dass wir weniger über Technik als mehr über uns als Menschen sprachen, was uns bewegt, worauf wir uns freuen und was uns wichtig ist, wenn wir Fotos machen. Vor allem freute es mich, dass ihre Freundin Nadine mit dabei war. “Nadine ist mein Modell, mit der ich alle möglichen und bekloppten Ideen einfach mal so umsetzen kann”, sagte Stephie freudig. Nadine erwiderte mit einem breiten Grinsen und Beide waren mir sofort sympathisch. Ich mochte diese offene, ehrliche und sehr lockere Art, obwohl wir uns gerade mal 15 Minuten kannten.
Die Potsdamer Friedenskirche und angrenzend der Park Sanssouci boten für meine Idee eine perfekte Bühne. Architektur, Natur, Licht und Schatten. Orte, die leise sind und trotzdem Spannung tragen. Ideal für ein mysteriös, erzählerisches Portraitshooting.




Storytelling statt Einzelbild
Dieses Shooting war weniger eine Sammlung einzelner Portraits als vielmehr eine visuelle Geschichte. Die Bildserie lebt vom Wechsel der Orte, vom Zusammenspiel der beiden Models und von der Stimmung des Nachmittags. Man sieht Bewegung, Pausen, Nähe und Distanz.
Storytelling entsteht nicht durch große Gesten, sondern durch kleine Übergänge. Einen Blick, einen Schritt, einen Moment im Schatten. Genau das haben wir an diesem Tag gesucht und gefunden.

“Selten habe ich mich bei einem Shooting so gesehen und respektiert gefühlt. Eine offene, authentische Zusammenarbeit ohne Druck, dafür mit viel Vertrauen. Ich habe viel gelacht und hatte den Raum, meine eigenen Vorstellungen umzusetzen-“
(Maya)
Winterlicht und Atmosphäre
Es war bereits kalt, aber einer dieser Tage, an denen das Licht weich bleibt und die Luft klar ist. Die Sonne stand tief, warf lange Schatten und ließ die alten Mauern der Friedenskirche fast filmisch wirken. Genau dieses Spiel aus Licht und Dunkelheit wurde zum roten Faden unseres Shootings.
Immer mal wieder kam Stephie während ich Maya ablichtete, hin und wieder lief ich zu Nadine und Stephie um zu luschern, was die Beiden Tolles treiben und welche Ideen sie mitgebracht hatten. Kerze, Apfel, Blumen, Mütze…interessante Utensilien.
Wir haben uns bewusst Zeit gelassen. Zwischen den Motiven spaziert, innegehalten, beobachtet. Jeder Ortswechsel im Park und in den langen Gängen brachte eine neue Stimmung mit sich. Mal offen und hell, mal eng, dunkel und geheimnisvoll.




















Fazit
Ein Gemeinschaftsshooting wie dieses zeigt, wie wertvoll Austausch in der Fotografie ist. Unterschiedliche Arbeitsweisen, verschiedene Blickwinkel und trotzdem eine gemeinsame Sprache. Potsdam, die Friedenskirche und der Park Sanssouci haben ihren Teil dazu beigetragen, aber im Kern ging es um Menschen, Vertrauen und Neugier.
Ein winterlicher Nachmittag, der nicht laut war, aber lange nachhallt. Genau so, wie gutes Storytelling in der Portraitfotografie sein sollte.
(Making-Of Bilder: Stephie & Thorsten)

Making of Portraitshooting
Kira am Allermöher Deich
Kira ist eines dieser Models, bei denen man nach wenigen Minuten merkt, dass etwas passt. Nicht nur vor der Kamera, sondern auch menschlich.