
Making of Businessshooting und Modelshooting in Hamburg: Markus
Dieses Businessshooting mit Markus war eines von denen, bei denen schnell klar wird, dass Erfahrung nicht zwangsläufig vor der Kamera beginnt. Markus kommt aus der Unternehmerwelt, nicht aus dem Modeling. Seit über zwanzig Jahren beschäftigt er sich mit Unternehmensentwicklung, strategischer Positionierung und Transformation. Entsprechend klar ist seine Haltung, entsprechend ruhig seine Präsenz. Genau das machte dieses Shooting so spannend.
Unser Ziel war es, Businessporträts und Sedcardbilder zu schaffen, die diese Persönlichkeit sichtbar machen. Authentisch, nordisch, reduziert. Kein Schauspiel, kein Rollenwechsel, sondern Markus so, wie er arbeitet und denkt.
Die Idee hinter dem Shooting
Angefangen hatte es mit einer WhatsApp von Markus an mich:
“Moin Thorsten! Ich bin aus Hamburg und auf Deiner Website gelandet. Inspirierend und schöne Bilder. Bin echt begeistert. Habe verschiedene Anwendungsfälle: Bilder für den Pass – unspannend; brauche kreative Photos für mein Business”
Ich antwortete Markus, dass wenn er mutig genug wäre, wir vielleicht etwas “andere Bilder” machen könnten. Aus dieser Dynamik waren wir dann irgendwie schnell beim Thema “Model”. Markus erzählte mir, dass er bereits mehrfach angesprochen wurde, ob er nicht Model sei oder werden will.
Gesagt getan verabredeten wir uns zu einem sehr kurzweiligen Treffen in Volksdorf. Die Unterhaltung und die gegenseitige Sympathie hätte wohl auch ein Blinder gespürt. Die Chemie stimmte vom ersten Moment an. Als wir zahlen wollten, kam die sehr charmante Servicekraft, sah Markus an und fragte dann “Sind Sie Model? Sie sind bestimmt Model, oder?”
Markus schaute mich an, ich schaute Markus an und dann sprang der Satz mit einem breiten Grinsen aus ihm heraus: “Thorsten, du hast die Dame doch bestimmt bezahlt, oder?” “Natürlich nicht, doch dass ist ja eine erneute Bestätigung für unseren Plan.” Gesagt und nun getan.
Was mir wichtig ist bei Businessshootings
Bei Business- und Sedcardshootings ist mir besonders wichtig, dass der Mensch nicht versucht, jemand anderes zu sein. Markus hatte keine Modelerfahrung und genau das war (s)ein Vorteil. Keine antrainierten Posen, keine Routinen. Stattdessen Offenheit und Neugier.
Wir haben früh darüber gesprochen, wofür die Bilder eingesetzt werden sollen. Unternehmerische Kommunikation, digitale Projekte, persönliche Sichtbarkeit…und am Schluss Modelbilder für eine Sedcard. Daraus entstand die Idee, zwei sehr unterschiedliche Locations zu wählen. Draußen nordisch, weit und klar. Drinnen reduziert, kontrolliert und fokussiert.
Location 1: Blankenese, Leuchtturm und Strand
Blankenese ist für mich einer der Orte in Hamburg, die sofort Haltung transportieren. Wind, Wasser, klare Linien. Der Leuchtturm und der Strand boten genau das Umfeld, das zu Markus passt. Ruhig, nordisch, unaufgeregt.
Der Wind war präsent, das Licht wechselte ständig. Genau diese Bedingungen sorgen dafür, dass Bilder lebendig bleiben. Markus bewegte sich schnell sicher in dieser Umgebung, stand, ging, blickte hinaus. Keine großen Gesten, sondern kleine Bewegungen, die viel erzählen.
Ich arbeite in solchen Situationen viel über Beobachtung. Wenig Ansagen, kurze Impulse. Markus musste nichts spielen. Er konnte einfach sein. Die Bilder wirken deshalb klar, präsent und glaubwürdig.














Location 2: Studio in Hamburg Eimsbüttel
Der zweite Teil des Shootings fand im Studio in Hamburg Eimsbüttel statt. Ein bewusster Bruch zur Offenheit von Blankenese. Drinnen ging es um Konzentration, Struktur und Reduktion. Sauberes Licht, klare Hintergründe, wenig Ablenkung.
Hier entstanden die klassischen Businessportraits und Sedcardmotive. Markus wirkte auch hier sehr ruhig, fast analytisch. Man merkt seine Erfahrung im Umgang mit Menschen und Entscheidungen. Meine Aufgabe bestand vor allem darin, die Spannung zu halten und dafür zu sorgen, dass die Bilder nicht zu glatt werden.
Wie so oft war ich dabei körperlich ständig in Bewegung. Leicht geduckt, seitlich versetzt, nah dran. Diese kleinen Positionswechsel verändern die Wirkung enorm und helfen, echte Präsenz einzufangen.





Zusammenarbeit und Making of
Begleitet wurde das Businessshooting von meinem Fotoassistenten Robert, der das Making of dokumentiert hat. Seine Bilder zeigen sehr schön, wie unterschiedlich die beiden Locations wirken und wie sich die Stimmung verändert hat. Von windig und weit zu ruhig und konzentriert.
Man sieht die Kommunikation, die Pausen, die kleinen Korrekturen. Genau diese Zwischentöne machen für mich ein gutes Shooting aus. Nicht das perfekte Setup, sondern der Prozess dahin.

“Ich fühlte mich getragen von Vertrauen, entspannt, mit spürbarer Freude und stets mit einem klaren Blick für das Ergebnis.”
(Markus)
Shooting Ergebnisse & Fazit
Dieses Shooting mit Markus zeigt, dass Business- und Sedcardfotografie nichts mit Schauspiel zu tun haben muss. Im Gegenteil. Wenn jemand klar in dem ist, was er tut und wofür er steht, reicht es, Raum zu geben und genau hinzuschauen.
Blankenese und das Studio in Eimsbüttel haben zwei Seiten derselben Persönlichkeit sichtbar gemacht. Nordisch, ruhig, strukturiert. Ein Shooting, das nicht laut war, aber sehr viel erzählt hat.









(Making-Of Bilder: Robert)

Making of Portrait-shooting
Kira am Allermöher Deich
Kira ist eines dieser Models, bei denen man nach wenigen Minuten merkt, dass etwas passt. Nicht nur vor der Kamera, sondern auch menschlich.