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ECHTZEITLEBEN

DIE KINDER vom Erlenbusch

Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Fotografen Thorsten Ruhle zeigen Kinder der Martha Stiftung aus Volksdorf.

Echtzeitleben – Die Kinder vom Erlenbusch

ECHTZEITLEBEN DIE KINDER vom Erlenbusch

Der Erlenbusch ist eng verbunden mit dem Namen Hilde Wulff.

Die außergewöhnliche Pädagogin gründete die Einrichtung in den 1930er-Jahren und leitete sie bis 1964. Seitdem gehört der Erlenbusch zur Martha Stiftung.

Heute haben hier 71 Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit komplexen Beeinträchtigungen und umfangreichem Assistenzbedarf ein Zuhause.

 

Die Ausstellung: In Zusammenarbeit mit der Martha-Stiftung und dem Freundeskreis Künstlerhaus Maetzel eV präsentiere ich ausgewählte Portraits der Erlenbusch Kinder. Die Ausstellung findet im Rahmen des 90jährigen Jubiläums der Stiftung im Künstlerhaus Maetzel in Hamburg-Volksdorf statt.

Als „Menschenberührer“ mag ich Momente,  die das echte Leben zeigen. Ich bin in einer Reife angekommen, in der es gilt kurz anzuhalten. Ich spüre, dass ich der Gesellschaft mehr zurückgeben möchte, als Steuern oder mein Konsumverhalten. Meine Motivation ist es, mich immer wieder selbst zu spüren.

Das funktioniert, indem ich mich mit den Emotionen und Energien anderer Menschen verbinde und Geschichten austausche. Ihnen zuhöre. In einen Dialog gehe. Fotos mit Menschen berühren mich. Meine sensitive Seite sehnt sich nach vertrauter Verbindung.

Meine Idee: Aus der Idee heraus, lediglich mehrere Tage im Erlenbusch Kinder zu beobachten und zu fotografieren entstand die Idee dieser Ausstellung. Es geht um besondere Kinder. Kinder mit mentalen, geistigen oder körperlichen Geschichten. Kinder mit mannigfaltigen Behinderungen.

Ich wollte mit und von Kindern authentische und dabei achtsame Momentaufnahmen erstellen. Aus der Situation heraus. Ungestellt. Natürlich. Authentisch. Pur. Diese Fotos und Ausstellung regen Gedanken an, diesen Teil der Gesellschaft mehr ins öffentliche Licht und Bewusstsein zu rücken. 

Ich möchte die Öffentlichkeit mit der Ausstellung und dem Thema sensibilisieren. Gerade in der heutigen Zeit, in der soziale Medien, Fake-News und Krieg die Gesellschaft nach Achtsamkeit, Aufmerksamkeit und liebevoller Begegnung mehr denn je suchen lassen.

Hintergrund Maetzel Haus: Der Ausstellungsort war von Anfang des 20. Jahrhunderts bis in die 2000er Jahre Wohn- und Atelierhaus der Künstlerfamilie Maetzel: Der Architekt, Maler und Grafiker Emil Maetzel (1877-1955), als langjähriger enger Mitarbeiter von Hamburgs Oberbaudirektor Fritz Schumacher u.a. Bauuleiter beim Hamburger Hauptbahnhof, und seine Frau, die Malerin Dorothea Maetzel-Johannsen (1886-1930), waren einflussreiche Initiatoren der Hamburger Sezession, einer neuen Kunstszene. Das Volksdorfer Domizil war ein bedeutenderTreffpunjkt der Avantgarde, später der politisch verfemten Künstler Hamburgs. Die jüngste Tochter des Ehepaars Maetzel, Monika, (1917-2010) hatte nach dem zweiten Weltkrieg hier bis ins hohe Alter ihr weithin bekanntes Keramik-Atelier.

Das Künstlerhaus Maetzel, das heute einer Stiftung gehört und denkmalgerecht renoviert werden soll, ist das einzige vollständig erhaltene Künstlerhaus Hamburgs. Es wurde 1924 bis 1926 in der damaligen hamburgischen Exklave Volksdorf weit vor den Hamburger Stadtgrenzen erbaut. Zu dem Gesamtkunstwerk Maetzelhaus gehört ein original erhaltener, parkähnlicher Garten.

Mehr Info: http://www.kuenstlerhaus-maetzel.de,
https://hamburger-stiftungen.de/stiftung-kunst-und-kultur-kuenstlerhaus-maetzel/

AUSSTELLUNG

Titel: „Echtzeitleben“ – Die Kinder vom Erlenbusch
Format: Portraits / schwarz-weiss
Zeitraum: 7. November bis +++ Dezember 2025 +++ 
Öffnungszeiten: +++ Welche Tage / Uhrzeiten sollen hier stehen? 
Ausstellungsort: Künstlerhaus Maetzel e.V. / Langenwiesen 15, 22359 Hamburg
Termin Vernissage:  7. November 2025 (nur mit Einladung)

Über Thorsten Ruhle

Im warmen Sommermonat Juli 1970 wurde ich als Sohn einer wunderbaren und warmherzigen Mutter und einem tradierten, stillen doch zugewandtem Vater in mein Leben gerufen.

Mit 16 Jahren bekam ich von meinen Eltern meine erste Minolta XD-7 Kamera geschenkt und fotografierte, bis diese auseinanderfiel.

Während der Zeit meines Zivildienstes legte ich mir eine Dunkelkammer zu und wollte unbedingt wissen, wie man Bilder entwickelt und auf Papier bringt. 

Als Autodidakt hatte ich zu diesem Zeitpunkt die Wahl, Fotografie klassisch als Handwerk zu lernen oder in die Werbung zu gehen. Die Werbung gewann und so gründete ich im Jahr 2000 meine eigene Agentur.

 

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Bis 2019 hatte ich keinerlei Berührung mehr mit der Fotografie. Doch da war Etwas, was mich an Fotos mit Menschen berührte und ich fand heraus, dass die Kamera und meine sensitive ausgeprägte Seite eine starke und sehr vertraute Verbindung mit dem Menschen vor der Kamera entstehen lässt.

Somit sind in den letzen Jahren unzählige BIlder und Erlebnisse entstanden. Ich habe tolle Menschen und ihre Autenthizität in meinen Bildern festgehalten.
Von Sportlern, Schauspielern, Unternehmern bis hin zu Dominas und Künstlern suche ich die Vielfalt der Geschichten und Kontraste des Lebens.